Die Deckkaterliste ist ausschliesslich für die Clubmitglieder am Clubsekretariat erhältlich. Die Weibchen müssen gegen Katzenseuche, -schnupfen und -leukose geimpft sein. Zudem müssen sie ein tierärztliches Gesundheitszeugnis mit Blutgruppebestimmung und FIV-, FIP- und FeLV-Untersuchnungsbericht mit negativen Resultaten haben.
Für diesbezügliche Auskünfte und für die Liste wenden Sie sich bitte an:
Irene Krebs
Stationsstrasse 17D
3628 - Uttigen
033 345 12 71
info@vonaaretal.ch
Warten Sie nicht, bis Ihr Weibchen rollig ist, um mit einem Katerbesitzer Kontakt aufzunehmen. Schauen Sie sich frühzeitig nach einem geeigneten Kater um, setzen Sie sich vorgängig mit dem Katerbesitzer in Verbindung und klären Sie die Bedingungen ab. Wenn möglich schauen Sie sich den Kater sowie die Zucht zuvor persönlich in Natura an.
Achten Sie bei der Wahl des Katers darauf, dass dieser
- die Fehler Ihrer Kätzin ausgleicht bzw. ihre Qualitäten verstärkt, nicht aber dieselben Schwächen oder Mängel aufweist, da diese ebenfalls verstärkt werden können
- vergleichen Sie die Stammbäume, um sicher zu sein, dass die beiden nicht zu eng verwandt sind. Machen Sie eine Probeverpaarung der beiden Elterntiere auf
www.pawpeds.com/cgi-bin/SBI, um einen allfälliger Inzuchtgrad der Kitten zu berechnen
Schauen Sie auch auf:
- die Farbe (Um zu wissen, welche Farben Sie bei den Kitten zusammen mit Ihrer Kätzin erwarten können. Für eine Farbberechnung gibt es einen tollen Farbrechner)
- die Entfernung zum Kater
- Die Sauberkeit und Seriosität der Zucht des Katerbesitzers
Klären Sie mit dem Katerbesitzer vorgängig folgende Punkte ab und welche Bedingungen er an eine Fremdkätzin stellt:
- Tests wie FeLV (Leukose), FIV (Katzenaids) und evt. FIP
- Blutgruppe
- aktuelle Impfungen
- Sauberkeit, Flöhen, Pilz etc.
- Entwurmung
Die
Rolligkeit beginnt meist mit einer gewissen Unruhe der Kätzin, welche sich täglich mehr steigert und schliesslich in die Rolligkeit übergeht. Anfangs wird dies nur rufen und auf dem Boden rollen sein. Der idealste Zeitpunkt um das Weibchen zum Kater zum Decken zu bringen ist der 3. Tag der Rolligkeit! Sie wird dann laut rufen, sich am Boden wälzen, das Hinterteil in die Höhe strecken und mit den Hinterbeinen an Ort und Stelle laufen – dies ist der richtige Moment, um sie zum Kater zu fahren! Bringt man sie zu früh, kann sie unter Umständen die Rolligkeit wegdrücken und lässt sich vom Kater gar nicht decken. Durch die Fahrt ist die Kätzin anfangs meist ruhig und scheint nicht mehr zu rollen. Man lässt sie deshalb am besten zuerst alleine einige Zeit im Raum des Katers, damit sie sich umsehen und seine Geruch aufnehmen kann, was sie animiert. Beginnt sie wieder zu rollen, was manchmal auch erst am nächsten Tag erfolgt, kann man den Kater dazu geben und das Decken erfolgt dann meist friedlich und problemlos.
Nehmen Sie zum
Decken das Impfbüchlein und eine Stammbaumkopie mit und hinterlassen Sie unbedingt Adresse und Telefonnummern, wo Sie im Notfall jederzeit erreichbar sind. Fragen Sie zwischendurch mal nach, wie es läuft und der Kätzin geht, so dass Sie diese bei Problemen jederzeit holen könnten. Schneiden Sie dem Weibchen vorgängig die Krallen, um die Verletzungsgefahr zu verringern.
Das Weibchen sollte 3 bis maximum 5 Tage beim Kater bleiben. Bei längerem Verbleib kann es zu unterschiedlichen Deckdaten kommen, was für die Geburt nicht ideal ist.
Beim Abholen ist die
vereinbarte Deckgebühr zu bezahlen und der Katerbesitzer händigt Ihnen seinerseits die von ihm unterzeichnete und ausgefüllte Deckkarte aus, die Sie für die Meldung an das Stammbuchsekretariat benötigen und welche bis zur 6. Trächtigkeitswoche an dieses eingeschickt werden muss.
Falls die Deckung nicht erfolgreich war, informieren Sie umgehend den Katerbesitzer und bringen Sie ihre Kätzin bei der nächsten Rolligkeit erneut zum Kater oder aber innerhalb nützlicher Frist. Sie haben Anrecht auf einen zweiten Deckversuch innerhalb eines Jahres, da es ansonsten sein kann, dass der Katerbesitzer seinen Kater kastriert.
Wenn die
2. Deckung wiederum erfolglos war, ist die Deckgebühr an und für sich verloren und der Deckkaterbesitzer ist nicht verpflichtet, Ihre Kätzin ein 3. Mal anzunehmen. Natürlich steht es ihm frei, Ihre Kätzin ein 3. Mal ohne weitere Kosten zum Decken zu akzeptieren.
Beachten Sie, dass es sehr schwierig und intensiv ist, einen eigenen Kater während mehreren Jahren potent zu halten. Dies kostet viel Mühe, Arbeit, Zeit und Material, was sich bald einmal zu grösseren Investitionen zusammenzählt! Er muss auf Ausstellungen präsentiert werden und niemandem garantiert einem dafür ein perfektes genetisches Erbgut, das auch mit dem der Weibchen harmoniert.
Um Missbrauch oder Missverständnissen beim Fremddecken vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Deckbedingungen im Voraus schriftlich in einem kleinen Vertrag festzuhalten.